Über die Galerie
Erfahren Sie mehr über unsere Mission, die verborgenen Schätze der Kunstgeschichte zu entdecken und zu präsentieren.
Unsere Mission
Die Galerietoday-de widmet sich der Entdeckung, Bewahrung und Präsentation von Kunstwerken, die trotz ihrer künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung bisher im Verborgenen geblieben sind.
Unser Fokus liegt auf Gemälden, die aus verschiedenen Gründen nicht die Aufmerksamkeit erlangt haben, die ihrer Qualität entspricht. Sei es durch historische Umstände, durch die Marginalisierung ihrer Schöpfer, durch den Einfluss dominanter Kunstströmungen oder schlicht durch die Zufälle der Überlieferung – viele bemerkenswerte Werke sind im Schatten der Kunstgeschichte geblieben.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese "verlorenen" Kunstwerke aufzuspüren, ihre künstlerische und historische Bedeutung zu erforschen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei geht es uns nicht nur um die ästhetische Würdigung dieser Arbeiten, sondern auch um die Vervollständigung des kunsthistorischen Narrativs.
Unsere Kriterien für die Aufnahme in die Sammlung sind vielfältig:
- Künstlerische Qualität: Die Werke müssen ein hohes Maß an technischem Können, Originalität oder konzeptioneller Tiefe aufweisen.
- Historischer Kontext: Wir suchen Werke, die interessante Einblicke in ihre Entstehungszeit bieten, besonders wenn sie von etablierten kunsthistorischen Narrativen abweichen.
- Grad der Verborgenheit: Wir konzentrieren uns auf Werke, die in öffentlichen Sammlungen unterrepräsentiert sind und in der kunsthistorischen Literatur wenig Beachtung gefunden haben.
- Dokumentationslage: Ein gewisses Maß an Provenienz oder historischer Dokumentation ist notwendig, um die Werke in ihren historischen Kontext einordnen zu können.
Durch unsere Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen möchten wir nicht nur die einzelnen Kunstwerke würdigen, sondern auch zum Nachdenken darüber anregen, wie Kunstgeschichte konstruiert wird, welche Stimmen gehört werden und welche verstummen.
Geschichte der Galerie
Die Idee zur Galerietoday-de entstand 2018, als Dr. Elise Weber, eine Kunsthistorikerin mit Spezialisierung auf deutsche Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, bei Forschungsarbeiten auf eine bemerkenswerte Sammlung von Gemälden stieß, die in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren gegangen und danach in Vergessenheit geraten waren. Die Qualität dieser wiederentdeckten Werke und die Erkenntnis, dass es zahlreiche ähnliche Fälle gibt, inspirierten sie zur Gründung einer Institution, die sich speziell diesen verborgenen Schätzen widmet.
In Zusammenarbeit mit dem Sammler und Kunstmäzen Richard Hoffmann wurde 2020 ein ehemaliges Industriegebäude im Herzen Berlins erworben und zu einem modernen Ausstellungsraum umgebaut, der die spezifischen Anforderungen der oft fragilen wiederentdeckten Werke erfüllen konnte.
Wichtige Meilensteine in der Geschichte unserer Galerie:
- 2020: Eröffnung der Galerie mit der Ausstellung "Wiedergefunden" – einer Präsentation von 25 Gemälden deutscher Künstlerinnen und Künstler, deren Werk durch die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten war.
- 2021: Einrichtung unseres Restaurierungsateliers, das speziell auf die Konservierung und Restaurierung lange vernachlässigter Kunstwerke ausgerichtet ist.
- 2022: Start des Forschungsprojekts "Verborgene Moderne", das sich mit übersehenen Positionen der modernistischen Strömungen in Deutschland befasst.
- 2023: Etablierung eines internationalen Netzwerks von Forschern, Sammlern und Institutionen, die sich dem Aufspüren und der Neubewertung vergessener Kunstwerke widmen.
- 2024: Erweiterung der Galerie um einen Bildungsbereich mit Bibliothek und Seminarraum für Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden.
- 2025: Beginn der Publikationsreihe "Neu Entdeckt", die in jährlichen Katalogen die bedeutendsten Neuzugänge unserer Sammlung dokumentiert.
Heute ist die Galerietoday-de ein etablierter Ort für die Wiederentdeckung, Erforschung und Vermittlung übersehener künstlerischer Positionen und ein wichtiger Beitrag zur Vervollständigung des kunsthistorischen Narrativs.
Kuratorische Methodik
Der Weg eines Kunstwerks in unsere Sammlung ist komplex und umfasst mehrere Phasen der Forschung, Authentifizierung, Restaurierung und kuratorischen Einordnung. Hier ein Einblick in unsere Arbeitsweise:
Entdeckung und erste Evaluation
Unsere Kuratoren sind kontinuierlich auf der Suche nach verborgenen Meisterwerken. Diese Suche führt uns in Archive, private Sammlungen, Nachlässe verstorbener Künstler, vergessene Depots regionaler Museen und sogar auf Dachböden und Keller. Jedes potenzielle Werk wird zunächst einer grundlegenden visuellen Analyse unterzogen, bei der künstlerische Qualität, Originalität und historisches Interesse bewertet werden.
Forschung und Dokumentation
Bei vielversprechenden Werken beginnt ein gründlicher Forschungsprozess. Unsere Kunsthistoriker versuchen, die Provenienz des Werks zu rekonstruieren, Informationen über den Künstler zu sammeln und den historischen und künstlerischen Kontext zu verstehen. Diese Arbeit umfasst Archivrecherchen, die Konsultation von Spezialliteratur, Interviews mit Zeitzeugen oder Nachfahren des Künstlers sowie die Analyse von Signaturen und anderen Markierungen.
Authentifizierung
Bevor ein Werk in unsere Sammlung aufgenommen wird, durchläuft es einen strengen Authentifizierungsprozess. Dieser kann je nach Werk verschiedene Methoden umfassen:
- Stilistische Analyse durch Experten
- Materialanalyse (Pigmente, Bindemittel, Leinwand, etc.)
- Technische Untersuchungen (Röntgen, Infrarotreflektographie, etc.)
- Dokumentarische Beweise (Signaturen, Etiketten, historische Fotografien, etc.)
Restaurierung und Konservierung
Viele der Werke, die wir entdecken, befinden sich nach Jahrzehnten der Vernachlässigung in einem fragilen Zustand. Unser hauseigenes Restaurierungsteam arbeitet mit größter Sorgfalt daran, die Werke zu stabilisieren und, wo nötig, behutsam zu restaurieren. Dabei folgen wir streng dem Prinzip der Reversibilität – jede Intervention muss in Zukunft rückgängig gemacht werden können, um späteren Generationen alle Optionen offen zu halten.
Kuratorische Einordnung
Schließlich wird jedes Werk in einen breiteren kunsthistorischen Kontext eingeordnet. Unsere Kuratoren entwickeln Interpretationen und Narrative, die das Werk mit seiner Zeit, seinem kulturellen Umfeld und der übergeordneten Kunstgeschichte verbinden. Diese kontextualisierende Arbeit ist entscheidend, um dem Publikum zu vermitteln, warum diese wiederentdeckten Werke Aufmerksamkeit verdienen und welchen Beitrag sie zum Verständnis der Kunstgeschichte leisten.
Dieser mehrstufige Prozess stellt sicher, dass jedes Werk in unserer Sammlung nicht nur authentisch und von künstlerischer Qualität ist, sondern auch mit der notwendigen historischen Tiefe und kontextuellen Einbettung präsentiert werden kann.
Unsere Sammlungen
Vergessene Moderne (1910-1935)
Diese Sammlung umfasst Werke deutscher Künstlerinnen und Künstler, die in den dynamischen Jahren zwischen 1910 und 1935 innovative Ansätze verfolgten, jedoch im Schatten bekannterer Vertreter der Moderne standen. Viele dieser Künstler experimentierten mit expressionistischen, konstruktivistischen oder neusachlichen Stilen, entwickelten dabei aber eigene, unverwechselbare Ausdrucksformen.
Besonders bemerkenswert sind die Werke von Hans Werner, dessen geometrische Industriedarstellungen eine einzigartige Synthese aus Präzision und Poesie erreichen, sowie die expressiven Landschaften von Friedrich Weismann, die eine intensive Verbindung zur deutschen Natur mit modernistischen Formprinzipien verbinden.
Wissenschaftliche Illustrationen als Kunst
Diese Sammlung würdigt die künstlerische Qualität wissenschaftlicher Illustrationen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Lange Zeit primär als wissenschaftliche Dokumente betrachtet, offenbaren diese Werke bei näherer Betrachtung eine bemerkenswerte ästhetische Sensibilität und technische Meisterschaft.
Die botanischen Studien von Maria Schmidt stehen exemplarisch für diese Verschmelzung wissenschaftlicher Präzision und künstlerischen Ausdrucks. Ihre Aquarelle alpiner Pflanzenarten vereinen akribische Detailtreue mit einer subtilen Kompositionskunst, die ihre Darstellungen weit über rein dokumentarische Zwecke erhebt. Ähnliches gilt für die anatomischen Zeichnungen von Dr. Ernst Hoffmann, deren klare Linienführung und ausgewogene Anordnung der Elemente von einem tiefgreifenden Verständnis visueller Harmonie zeugen.
Nachkriegssurrealismus in Deutschland
Diese Sammlung beleuchtet eine kaum beachtete Facette der deutschen Nachkriegskunst: surrealistische Tendenzen, die parallel zur dominanten abstrakten und informellen Kunst existierten. In einer Zeit, in der figurative und phantastische Kunst oft als rückwärtsgewandt galt, schufen einige Künstlerinnen und Künstler bemerkenswerte traumhafte Bildwelten, die sowohl die Kriegserfahrungen als auch die Unsicherheiten der Nachkriegsjahre verarbeiteten.
Besonders hervorzuheben sind die Werke von Lukas Krause, dessen surreale Landschaften mit rätselhaften Figuren und verzerrten Perspektiven zu den bemerkenswertesten, aber am wenigsten bekannten Beispielen des deutschen Surrealismus zählen. Seine Gemälde, darunter das enigmatische "The Chicken Road to Nowhere", verbinden technische Präzision mit einer verstörenden Traumlogik, die tief in der deutschen Nachkriegsrealität verwurzelt ist.
Kontaktieren Sie uns
Wenn Sie mehr über unsere Galerie erfahren möchten oder Interesse an unseren Ausstellungen haben, zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten.